Einbau einer Autobatterie

1. Vor dem Ein-und Ausbau der Batterie alle Stromverbraucher ausschalten.
2. Kurzschlüsse durch Werkzeuge vermeiden.
3. Beim Ausbau zuerst Minuspol (-), dann Pluspol (+) abklemmen.
4. Vor Einbau der Batterie die Stellfläche im Fahrzeug reinigen.
5. Batterie fest verspannen.
6. Batteriepole und Polklemmen reinigen und mit säurefreiem Fett leicht einfetten
7. Beim Einbau zuerst Pluspol (+), dann Minuspol (-) an klemmen. Auf festen Sitz der Polklemmen achten.

Benötigte Kapazität einer Solarbatterie berechnen

Stellen Sie eine Energiebilanz aller Verbraucher an Bord auf. So können Sie überprüfen, welche Energiemenge täglich verbraucht wird und der Batterie somit auch wieder zugeführt werden muss. Berechnen Sie also bei der Dimensionierung Ihrer Batterie den Stromverbrauch aller Ihrer Geräte (Beleuchtung, Wasserpumpe, TV, Sat-Anlage, Heizung/Boiler, Spannungswandler und vor allem auch alle Kleingeräte) in Abhängigkeit von der voraussichtlichen Nutzungsdauer ohne Nachladung und rechnen Sie z.B.:

Musterberechnung bei einer 30%iger Entladetiefe: (10 W x 14 h) + (5 W x 8 h) + (20 W x 2,5 h) + (50 W x 2 h) = 330 Wh / 12V = 27,5 Ah Für eine nur 30%ige Entladetiefe würde also eine Batteriekapazität von 27,5 / 0,3 = 91,67 AH benötigt werden.

Pflege der Batterie

Eine Säurebatterie will regelmäßig auf einen gut gefüllten Wasserstand kontrolliert werden. Prüfen Sie regelmäßig den Säurestand. Füllen Sie ggf. die entsprechende Zelle mit destilliertem Wasser auf. Verschließen Sie anschließend alle Deckel wieder gründlich.

Gel- und AGM-Batterien sind hermetisch geschlossen und benötigen diese Form der Pflege nicht. Allerdings müssen sie regelmäßig mit einem geeigneten Ladegerät geladen werden. Dies ist nur dann erfolgreich, wenn das Ladegerät auf die Batterie-Sorte abgestimmt ist. Ist dies der Fall und laden Sie Ihre Batterie alle acht Wochen sowie vor und nach jeder Reise mit dem Ladegerät vollständig auf, wird sie es Ihnen mit einer langen Lebensdauer danken.

Solarbatterien

Die Lebensdauer einer Solar- Versorgungsbatterie ist abhängig von der Zyklenanzahl und der Entladetiefe. Batterien sind Verschleißteile, deren Lebensdauer stark von der Einhaltung der Betriebsbedingungen abhängt. Unter einem Zyklus wird die Entladung (max. 50%) und die Wiederaufladung (100%) einer Batterie verstanden. Entladen Sie aber die Batterie mit nicht mehr als z.B. 30% (um sie dann wieder zu laden) wird sich die maximale Zyklenzahl und somit die Lebensdauer um das Mehrfache erhöhen.

Das heißt, dass bei einer Umgebungstemperatur von etwa 25 °C möglichst nicht mehr als 50 % der Batterieleistung entnommen werden sollten, bevor sie wieder aufgeladen wird. Im Einzelfall kann dies sicher etwas überschritten werden, im Allgemeinen sollte die Batterieleistung jedoch so geplant werden, dass maximal die Hälfte der Amperestunden (Ah) entnommen werden.

Parallelschaltung - Gesamtsumme der Kapazität verdoppelt sich

Bei der Parallelschaltung verdoppelt sich die Kapazität (Ah) der Batterie, während die Spannung (V) gleich bleibt.

Dies wird in Anwendungen wie Laptop-Akkus, einige Roller, einige UPS Backups oder Solarbatterien angewendet. Benutzen Sie eine Drahtbrücke zwischen den positiven Polen beider Batterien und eine andere Drahtbrücke bei den Negativen beider Batterien. Verbinden Sie Ihre positiven und negativen Leitungen an die gleiche Batterie, um Ihre Anwendung auszuführen.

Beispiel: 2 je 100AH 12V Batterien ergeben nach der Parallelschaltung 200AH 12V

Reihenschaltung (Serieschaltung) - die Gesamt Volt Anzahl verdoppelt sich

Beim Anschluss Ihre Batterien verdoppelt sich die Spannung (V) unter Beibehaltung der gleichen Nennkapazität (Ah).

Dies wird z.B bei Roller, Wohnmobil, Kinderfahrzeuge oder anderen Anwendungen verwendet. Verwenden Sie ein Überbrückungskabel zwischen dem Negativ der ersten Batterie und dem positiv der zweiten Batterie. An den verbleibenden freien Polen kann dann die Gesamtspannung [V] abgegriffen werden.

Beispiel: Sie verwenden 2 Stück je 100Ah 12V Batterien und nach der Reihenschaltung (Serienschaltung) bekommen Sie 100Ah 24V.

Für in Serie geschaltete Batterien (24 Volt) empfehlen wir eine Installation eines Ausgleichsladers (z.B. Loadchamp LCAS5). Da die Batterien dazu neigen, sich einander anzugleichen, würde im Falle von unterschiedlichen Zuständen der genutzten Batterien die „bessere“ von der „schlechteren“ ebenfalls verschlechtert. Um dies zu umgehen,sorgt der Ausgleichslader für ein Gleichgewicht der einzelnen Batteriespannungen.